Aktiengesellschaft (AG)

AG – ja oder nein?
Hauptvorteile oder kleinen AG gegenüber der GmbH
Hauptnachteile der AG gegenüber der GmbH
Gründung und „Leben“ der AG
Von der GmbH in die AG (Formwechsel)

AG – ja oder nein?

Die Gründung einer (kleinen) Aktiengesellschaft ist modern. Der Gesetzgeber hat mit dem Gesetz zur kleinen Aktiengesellschaft diese Rechtsform auch für Existenzgründer attraktiv gemacht. Da Existenzgründer – insbesondere im Bereich der neuen Medien häufig schon bei Gründung ihrer Gesellschaft mit dem Gang an die Börse liebäugeln, hat sich die AG zu einer echten Alternative zur GmbH entwickelt. In rechtlicher Hinsicht unterscheiden sich AG und GmbH zum Teil erheblich.

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Hauptvorteile der (kleinen) AG gegenüber der GmbH

  1. Hauptvorteil der Aktiengesellschaft ist derzeit das mit dieser Gesellschaftsform in bestimmten Geschäftskreisen verbundene Renommee. Die Rechtsform der GmbH genießt insbesondere in den USA nicht dasselbe Ansehen wie in Deutschland.
  2. In der Rechtsform der Aktiengesellschaft ist es weiter regelmäßig wesentlich, einfacher Mitarbeiter des Unternehmens zu beteiligen.
  3. Vorteilhaft (bzw. kostengünstig) ist weiter, dass für die Veräußerung von Aktien die notarielle Form nicht vorgeschrieben ist. Aktien können also – anderes als GmbH-Anteile – auch ohne den Gang zum Notar veräußert werden. Freilich findet damit auch keine rechtliche Kontrolle der Abtretungsverträge mehr statt, was im Einzelfall zu gravierenden Konsequenzen führen kann.
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Hauptnachteile der AG gegenüber der GmbH

  1. Der Hauptnachteil der AG ist ihre Komplexität. Ist die rechtliche Struktur der GmbH noch relativ einfach (die Gesellschafterversammlung kann dem Geschäftsführer unmittelbar Anweisungen geben), wird es bei der Aktiengesellschaft schon deshalb kompliziert, weil zwischen Gesellschaftern (Aktionären) und Vorstand der Aufsichtsrat zwischengeschaltet ist. Das Aktiengesetz, das an sich für sehr große und kapitalstarke (Börsen-)Gesellschaften konzipiert ist, gilt – von einigen Erleichterungen abgesehen – auch für die kleine (Ein-Mann)-AG. Entsprechend fordert die Aktiengesellschaft in besonderem Maße eine Einarbeitung in die gesetzlichen Vorschriften und einen regelmäßigen Kontakt zum Berater (Notar oder Rechtsanwalt).
  2. Mit dem Aufsichtsrat, dessen Besetzung und Sachverstand natürlich regelmäßig auch vorteilhaft für die AG sind, sind die Existenzgründer nicht mehr allein in ihrem Unternehmen. Es besteht eine interne Kontrollinstanz, d